Die Hitzewelle Berlin erreicht am Wochenende ihren Höhepunkt: Für Samstag, den 27. Juni 2026, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) 40 bis 41 Grad in der Hauptstadtregion voraus. Die Folgen sind längst da – Veranstaltungen werden abgesagt, ein Jugendlicher starb nach einem Badeunfall, sogar Autobahnen brechen unter der Hitze auf. Wir fassen laufend zusammen, was am heißesten Wochenende des Jahres in Berlin und Brandenburg gilt.
Das Wichtigste in Kürze
- Samstag und Sonntag werden 40 bis 41 Grad erwartet – laut DWD in der Nähe von Rekorden.
- Wegen Hitzeschäden sind Abschnitte der A2 und A10 teilweise gesperrt.
- Friedrichshain-Kreuzberg verbietet ab Samstag das Grillen in Parks, weitere Bezirke ziehen nach.
- Die Waldbrandgefahr steigt; abends drohen lokale Hitzegewitter mit Starkregen.
- Abgesagt sind u.a. das Bücherfest am Bebelplatz und viele Fußballspiele; Bruno Mars und die Philharmoniker treten auf.
Hitzewelle Berlin: 40 bis 41 Grad am Wochenende
Die Hitzewelle Berlin gipfelt am Wochenende. Während am Freitag noch 33 bis 36 Grad erreicht werden, klettern die Werte am Samstag auf 40 bis 41 Grad. Der Sonntag bleibt ähnlich heiß: Im Westen Brandenburgs erwartet der DWD bis zu 38 Grad, in Berlin und der Lausitz bis zu 40 oder 41 Grad. «Wir kommen auf jeden Fall in die Nähe von Rekorden», sagte DWD-Meteorologe Stefan Rubach. Es bleibt trocken, sehr sonnig und windschwach.
| Tag | Höchstwerte |
|---|---|
| Freitag, 26.6. | 33–36 °C |
| Samstag, 27.6. | 40–41 °C (Höhepunkt) |
| Sonntag, 28.6. | bis 41 °C (Berlin/Lausitz), West-Brandenburg ~38 °C |
| Montag, 29.6. | deutlich kühler |
Auch die Nächte bringen kaum Erholung. In der Nacht zu Samstag werden 17 bis 22 Grad erwartet, vielerorts wird es eine tropische Nacht. Die Nacht auf Sonntag wird mit 20 bis 24 Grad laut Rubach «deutlich unangenehmer» – gegen Mitternacht ist es noch 24 bis 29 Grad warm. Damit könnten Rekorde wackeln: Der offizielle Temperaturrekord Berlin liegt bei 38,9 Grad aus dem Jahr 2015. Aktuelle Warnstufen veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst auf Hitzewarnungen.de.
Hitzeschäden: Abschnitte der A2 und A10 gesperrt
Die Hitze macht sogar den Autobahnen zu schaffen. Wegen hitzebedingter Fahrbahnschäden ist die A2 zwischen Ziesar und Wollin in Fahrtrichtung Potsdam gesperrt, wie die Polizei Brandenburg mitteilte. Auf der A10 ist zudem die linke Fahrspur zwischen Berlin-Marzahn und Hellersdorf in Richtung Frankfurt (Oder) dicht. Schuld sind sogenannte Blow-ups: Bei großer Hitze wölbt sich vor allem älterer Betonbelag auf und kann aufbrechen. Besonders anfällig sind laut Autobahn GmbH alte Fahrbahnen mit Vorschäden. Autofahrer sollten die Bereiche weiträumig umfahren und vorsichtig fahren – aktuelle Lagen findest Du auch in unserer Rubrik Verkehr.
Waldbrandgefahr und Hitzegewitter
Trockenheit und Hitze setzen auch der Natur zu: Die Waldbrandgefahr steigt deutlich, in Brandenburg mussten die Feuerwehren bereits zu mehreren Bränden ausrücken. Dazu kommt ein zweites Risiko – am Nachmittag und Abend sind punktuell Hitzegewitter mit Hagel, Starkregen und Sturmböen möglich. «Die bleiben meist an Ort und Stelle», sagte Rubach; lokal kann es dadurch kurzzeitig heftig werden, während es wenige Kilometer weiter trocken bleibt.
Diese Veranstaltungen fallen aus
Die Hitze zwingt die Stadt zum Umplanen. Abgesagt ist das Bücherfest am Bebelplatz, ebenso die Hellersdorfer Mini-WM mit 48 Mannschaften, die Gartenführung im Schlossgarten Charlottenburg und mehrere Clean-Up-Aktionen. Auch der Berliner Fußball-Verband zieht Konsequenzen: Spiele ohne Bedeutung für Auf-, Abstieg oder Meisterschaft fallen aus, der Kinderfußball wird abgesetzt, wichtige Partien wandern in die frühen Morgenstunden. Stattfinden sollen dagegen die Konzerte von Bruno Mars im Olympiastadion am Freitag und Sonntag sowie das Saisonabschlusskonzert der Berliner Philharmoniker in der Waldbühne am Samstag – dort gibt es Wasserbars und gelockerte Getränkeregeln. Weitere Termine findest Du in unseren Berliner Veranstaltungen.
Grillverbot in Friedrichshain-Kreuzberg ab Samstag
Wegen der Trockenheit und der hohen Brandgefahr untersagt der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ab Samstag, 27. Juni, das Grillen auf mehreren Flächen: betroffen sind die Grillwiese am Neuen Hain im Volkspark Friedrichshain, zwei Wiesen im Görlitzer Park sowie der Bereich am Blücherplatz zwischen Waterloo-Ufer und Zossener Straße. Das Verbot gilt bis auf Weiteres; weitere Bezirke ziehen nach.
Bundestag, Bäder und kühle Kirchen
Auch Institutionen stellen sich um. Der Bundestag schließt Kuppel und Dachterrasse am Wochenende für Besucher, einzelne Behörden – etwa in Potsdam – verkürzen ihre Öffnungszeiten. Die Bäder füllen sich rasch: Das Kinderbad Monbijou und das Sommerbad Staaken-West waren am Freitag bereits voll ausgelastet, einige Bäder verlängern ihre Öffnungszeiten. Zahlreiche Gemeinden beteiligen sich an der Aktion «Kühle Kirchen» und öffnen ihre kühlen Gebäude – ausdrücklich auch für obdachlose Menschen. Deutsche Post und DHL rüsten ihre rund 8.000 Berliner Zustellerinnen und Zusteller mit «Cool-Boxen» aus.
So kommst du gut durch die Hitzewelle Berlin
Die Hitze hat bereits ein Todesopfer gefordert: An der Krummen Lanke im Südwesten Berlins starb am Donnerstag ein 17-Jähriger nach einem Badeunfall. Seine 15 Mitschüler, die mit ihm am See waren, wurden psychosozial betreut. Feuerwehr und DLRG mahnen eindringlich, nur an bewachten Badestellen zu schwimmen, nicht in unbekannte Gewässer zu springen und nach Stunden in der Sonne nicht abrupt ins kühle Wasser zu gehen. Auch die Notaufnahmen rechnen mit mehr Patienten.
Gesundheitssenatorin Ina Czyborra appelliert, sich konsequent vor Hitze und UV-Strahlung zu schützen. Der DWD rät, die direkte Sonne zu meiden und die heißen Nachmittagsstunden in geschlossenen Räumen zu verbringen. Die wichtigsten Regeln: viel trinken, Schatten suchen und besonders auf ältere Menschen und Kinder achten. Wo Du Dich abkühlst, zeigt unser Wetter-Überblick; ein Klassiker ist das Strandbad Wannsee. Zur Einordnung lohnt der Blick auf den extremen Sommer 2025 und unsere laufende Hitzewelle-Übersicht.
Wochenende 27./28. Juni: Mit 40 bis 41 Grad droht einer der heißesten Tage der Berliner Messgeschichte. Was auffällt: Die Hitze trifft die Stadt an immer mehr Stellen gleichzeitig – vom aufbrechenden Asphalt über volle Notaufnahmen bis zu abgesagten Festen. Was das bedeutet: Hitze ist in Berlin keine Wetter-Randnotiz mehr, sondern eine Belastung für Infrastruktur, Gesundheit und Alltag – und der Temperaturrekord von 38,9 Grad rückt in greifbare Nähe.
Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
| dpa | Prognose, Autobahn-Sperrungen, Waldbrand, Badeunfall |
| Tagesspiegel Berlin | Absagen, Grillverbot, Bäder, Bundestag |
| Deutscher Wetterdienst | Temperaturprognose und Hitzewarnung |
Häufige Fragen zur Hitzewelle Berlin
Wie heiß wird es am Wochenende in Berlin?
Am Samstag und Sonntag, 27. und 28. Juni, sind in Berlin und der Lausitz 40 bis 41 Grad möglich. Am Freitag liegen die Höchstwerte bei 33 bis 36 Grad.
Welche Autobahnen sind wegen der Hitze gesperrt?
Die A2 zwischen Ziesar und Wollin Richtung Potsdam ist gesperrt, auf der A10 die linke Fahrspur zwischen Marzahn und Hellersdorf Richtung Frankfurt (Oder). Grund sind hitzebedingte Fahrbahnschäden (Blow-ups).
Wo gilt in Berlin ein Grillverbot?
In Friedrichshain-Kreuzberg ab Samstag, 27. Juni: im Volkspark Friedrichshain, im Görlitzer Park und am Blücherplatz. Weitere Bezirke ziehen nach.
Welche Veranstaltungen sind abgesagt?
Unter anderem das Bücherfest am Bebelplatz und die Hellersdorfer Mini-WM. Viele Fußballspiele fallen aus. Bruno Mars und die Berliner Philharmoniker treten dagegen auf.
Wo finde ich in Berlin Abkühlung?
In Frei- und Hallenbädern, an den Seen sowie in den «Kühlen Kirchen». Geh am Wasser umsichtig vor, schwimme nur an bewachten Stellen und meide die Mittagssonne.
Unsere Einordnung
Die Hitzewelle Berlin ist kein Grund zur Panik, aber einer zur Umsicht – der tödliche Badeunfall zeigt, wie schnell aus Abkühlung Ernst wird. Wer die Mittagshitze meidet, genug trinkt, nur an bewachten Stellen badet und auf Nachbarn, Ältere und Kinder achtet, kommt sicher durchs Wochenende. Wir aktualisieren diesen Überblick, sobald sich die Lage ändert.
– Michelle Möhring, Redakteurin Stadtleben, BerlinEcho
ℹ️ Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Einsatz von KI-Tools (Claude, Gemini) recherchiert und vorstrukturiert, anschließend redaktionell überarbeitet, mit Berliner Lokalkenntnis ergänzt und faktengeprüft durch die BerlinEcho-Redaktion. Stand: 26. Juni 2026, 11:30 Uhr. Quellen u.a. dpa. Mehr über unser Redaktionsteam.





