Burgwallgraben in Spandau: Neue Querung, Uferweg bis April zu
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Das Bezirksamt Spandau baut ab Oktober 2026 eine neue Querung über den Burgwallgraben in der Wilhelmstadt. Sie verbindet den Metzer Platz direkter und barriereärmer mit dem Havelufer. Die Arbeiten kosten rund 1,075 Millionen Euro und sollen bis April 2027 dauern. So lange ist der Uferweg im Baubereich gesperrt.
In der Wilhelmstadt schließt sich eine Lücke im Wegenetz: Über den Burgwallgraben entsteht eine neue Querung samt Rampe, die den Metzer Platz auf kurzem Weg mit dem Havelufer verbindet. Das hat das Bezirksamt Spandau am 5. Oktober 2026 mitgeteilt. Baubeginn ist im Oktober, fertig sein soll alles voraussichtlich im April 2027. Für Spaziergänger und Radfahrer am Ufer heißt das zunächst: ein halbes Jahr Umweg.
Was wird am Burgwallgraben gebaut?
Die neue Querung über den Burgwallgraben verbindet vorhandene Wege, die bisher am Graben endeten. Dazu kommt eine Rampe, die den Höhenunterschied zwischen beiden Uferseiten ausgleicht – wichtig für Menschen mit Rollator, Kinderwagen oder Rollstuhl. Die Wege sollen breiter und besser einsehbar werden. Laut der Projektseite des Sanierungsgebiets gehören außerdem eine Verdichtung des Wegenetzes und zusätzliche Abfallbehälter zum Vorhaben.
Ein Bauwerk verschwindet: Das bestehende Rechenbauwerk am Graben wird zurückgebaut. Das Bezirksamt verbucht den Rückbau als ökologischen Ausgleich für die Eingriffe durch die Bauarbeiten.
Bezirksstadtrat Thorsten Schatz spricht in der Pressemitteilung von «einer echten Verbesserung für die Wilhelmstadt»: kürzere Wege, bessere Erreichbarkeit zu Fuß und mit dem Fahrrad und Wege, auf denen man sich sicherer bewegen könne.
Welche Einschränkungen gibt es während der Bauzeit?
Der Uferweg an der Havel ist während der Bauarbeiten am Burgwallgraben im Baubereich gesperrt. Die Projektseite rechnet mit rund sechs Monaten Sperrung. Angefahren wird die Baustelle über die Krowelstraße auf Höhe des Wörther Platzes. Ein rund 140 Meter langer Abschnitt des Uferwegs dient vorübergehend als Baustraße, dort ist mit zusätzlichem Baustellenverkehr zu rechnen. Nach Abschluss stellt das Bezirksamt die genutzten Flächen wieder her.
| Baubeginn | Oktober 2026 |
|---|---|
| Fertigstellung | voraussichtlich April 2027 |
| Kosten | rund 1,075 Millionen Euro |
| Finanzierung | Städtebauförderprogramm «Lebendige Zentren» |
| Baustellenzufahrt | Krowelstraße auf Höhe Wörther Platz |
| Sperrung | Uferweg im Baubereich, rund 140 Meter als Baustraße |
Wer bezahlt die neue Verbindung zum Havelufer?
Die Querung wird aus dem Städtebauförderprogramm «Lebendige Zentren» bezahlt, für das die Wilhelmstadt Fördergebiet ist. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ist die Wilhelmstadt seit 2011 Sanierungsgebiet; auf 104 Hektar leben rund 14.000 Menschen. Zu den erklärten Zielen gehört eine bessere Anbindung des Quartiers an die Havel. Am Metzer Platz und in der Pichelsdorfer Straße wurden bereits Beläge erneuert, Bäume gepflanzt und Radstreifen angelegt, am Havelufer ein Rad- und Fußweg mit Grünflächen ausgebaut.
Die neue Querung ist damit ein weiteres Stück in einer Kette: Sie verbindet das umgebaute Zentrum um den Metzer Platz mit dem bereits aufgewerteten Ufer. Auch der Neubau des Jugendclubs Wildwuchs gehört zu den Projekten des Fördergebiets – mehr dazu in unserem Bericht über die Pläne am Wildwuchs.
Wie es weitergeht
Der Baustart ist für Oktober 2026 angekündigt, ein genauer Tag steht in der Mitteilung nicht. Die Projektseite wilhelmstadt-bewegt.de kündigt dort aktuelle Meldungen zum Bauablauf an. Bleibt es beim Zeitplan, ist der Weg vom Metzer Platz zur Havel ab April 2027 kürzer. Weitere Nachrichten aus dem Bezirk findest du auf unserer Spandau-Seite.
Quellen
- Bezirksamt Spandau: Neue Querung über den Burgwallgraben (Pressemitteilung vom 5. Oktober 2026)
- Wilhelmstadt bewegt: Querung Burgwallgraben (abgerufen am 5. Oktober 2026)
- Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Fördergebiet Wilhelmstadt (abgerufen am 5. Oktober 2026)
Hannes Nagel
Redakteur Wirtschaft & Verkehr
Ich bin Hannes, und ich schreibe bei BerlinEcho über Wirtschaft und Verkehr – zwei Themen, die in Berlin enger zusammenhängen, als man denkt. Wer in einer Stadt wohnt, in der die BVG täglich ausläuft und gleichzeitig das teuerste …
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