Bahn Hannover–Berlin gesperrt: 14 Monate Umleitung
Inhalt (5 Abschnitte)
Seit dem 2. Oktober 2026 saniert die DB InfraGO die Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin und sperrt sie dafür 14 Monate lang bis Dezember 2027. Fernzüge fahren über Braunschweig und Magdeburg und brauchen laut Bahn rund 80 Minuten länger. Im Havelland ersetzen Busse bis zum 12. Dezember 2026 die Regionalbahnen RE4 und RB21.
Für Reisende aus Berlin Richtung Westen und Nordrhein-Westfalen wird es länger: Die Strecke Berlin–Hannover gehört mit täglich mehr als 500 Zügen zu den wichtigsten Bahnachsen Deutschlands. Nach Angaben der DB InfraGO vom 29. September 2026 beginnt die Korridorsanierung auf den 227 Kilometern zwischen Lehrte bei Hannover und Berlin am 2. Oktober und endet im Dezember 2027. Normalerweise dauert die Fahrt zwischen den beiden Hauptbahnhöfen rund 100 Minuten.
Wie lange dauert die Fahrt von Berlin nach Hannover jetzt?
Die Fernzüge werden umgeleitet und halten abwechselnd in Braunschweig und Magdeburg. Das verlängert die Fahrzeit nach Bahn-Angaben um bis zu 80 Minuten, andere Berichte nennen 60 bis 80 Minuten. Die kürzere Ausweichroute über Lehrte und die Lehrter Stammbahn steht 2027 nicht zur Verfügung, weil ihre Elektrifizierung nicht rechtzeitig fertig wird. Die Bahn investiert dort rund 50 Millionen Euro.
| Verbindung | Änderung |
|---|---|
| Berlin–Hannover | Umleitung über Braunschweig und Magdeburg, bis zu 80 Minuten länger |
| Amsterdam–Berlin | Umleitung über Hamburg, rund 70 Minuten länger, ohne Halt in Hannover |
| Frankfurt–Berlin | Umleitung über Erfurt |
Welche Regionalbahnen sind in Berlin und Brandenburg betroffen?
Zwischen Fallersleben bei Wolfsburg und Berlin-Spandau ist die Strecke vom 2. Oktober bis zum 12. Dezember 2026 vollständig gesperrt. Im Havelland ersetzen Busse die Linien RE4 und RB21. Havelbus nennt vier Ersatzlinien: X4 zwischen Stendal, Rathenow und Nauen, außerdem A, B und C zwischen Brieselang, Nauen, Priort, Dallgow-Döberitz und Falkensee-Seegefeld. Mehrere örtliche Buslinien ändern ihren Verlauf, Linie 668 setzt aus. Die genauen Fahrpläne stehen beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und bei der Bahn.
Was in Spandau selbst gilt, erfährst du im Überblick zum Bahnhof Spandau. Weitere Meldungen zum Bezirk findest du unter Spandau.
Was wird auf der Strecke gebaut?
Die Bahn erneuert nach eigenen Angaben rund 357 Kilometer Gleise, mehr als 214 Weichen und 100 Kilometer Oberleitungen und baut 13 Kilometer Lärmschutzwände. Bei Stendal ersetzt sie auf 52 Kilometern den Oberbau durch Betonfahrbahn, dafür kommen 16.000 Betonplatten zum Einsatz. Rund 25 Bahnhöfe werden modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Programmleiter Wolfgang Weinhold sagt, Gleise, Weichen, Betonfahrbahn, Oberleitungen, Stellwerke und Bahnhöfe würden gebündelt erneuert.
Wie geht es nach Dezember 2026 weiter?
Nach dem ersten Abschnitt folgen laut Entwicklungsstadt weitere Bauphasen mit teils eingleisigem Betrieb über die Lehrter Stammbahn und einer Sperrung zwischen Lehrte und Fallersleben im Frühjahr und Sommer 2027. Die Bahn nennt als Ende der Arbeiten Dezember 2027. Güterzüge fahren über Braunschweig und Magdeburg, ab Ende Januar 2027 zusätzlich über Halle und Eichenberg. Wer regelmäßig pendelt, sollte vor jeder Fahrt in der Bahn-Auskunft nachsehen, weil sich Fahrpläne je Bauphase ändern.
Quellen
Hannes Nagel
Redakteur Wirtschaft & Verkehr
Ich bin Hannes, und ich schreibe bei BerlinEcho über Wirtschaft und Verkehr – zwei Themen, die in Berlin enger zusammenhängen, als man denkt. Wer in einer Stadt wohnt, in der die BVG täglich ausläuft und gleichzeitig das teuerste …
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