Kiezprojekte Marzahn-Hellersdorf: Anträge bis 15. Oktober
Inhalt (6 Abschnitte)
Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf nimmt bis zum 15. Oktober 2026 Anträge für die dritte und letzte Runde der Kiezprojekte 2026 an. Anwohner, Initiativen und gemeinnützige Vereine bekommen Sachkosten für selbst organisierte Aktionen erstattet, zuletzt bis zu 1.500 Euro je Projekt. Über die Vergabe stimmt die Nachbarschaft auf mein.berlin.de ab, fertig sein muss alles bis Jahresende.
Wer im eigenen Kiez in Marzahn, Hellersdorf, Biesdorf, Kaulsdorf oder Mahlsdorf noch 2026 ein Hoffest, eine Pflanzaktion oder einen Weihnachtsworkshop auf die Beine stellen will, hat jetzt die letzte Gelegenheit, dafür Geld vom Bezirk zu bekommen. Das Bezirksamt hat am den dritten Förderaufruf des Jahres gestartet. Die Sozialraumorientierte Planungskoordination (SPK) nimmt Anträge bis zum online entgegen. Danach entscheidet nicht die Verwaltung, sondern die Nachbarschaft per Abstimmung auf der Beteiligungsplattform mein.berlin.de. Die Zeit ist knapp: Alle geförderten Vorhaben müssen bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein.
- Antragsfrist: , online über das Formular der SPK
- Förderung: Erstattung von Sachkosten, in der ersten Runde 2026 bis zu 1.500 Euro je Projekt
- Wer: Einzelpersonen, Initiativen und nicht gewinnorientierte Träger
- Auswahl: Abstimmung der Nachbarschaft auf mein.berlin.de
- Projektende: spätestens 31. Dezember 2026, Verwendungsnachweis innerhalb von vier Wochen danach
Was fördert der Bezirk bei den Kiezprojekten?
Die Kiezprojekte in Marzahn-Hellersdorf fördern kleine, ehrenamtliche Aktionen, die Engagierte selbst umsetzen. Genannt werden im aktuellen Aufruf Gartenprojekte, Streich- und Aufräumaktionen, Nachbarschaftsfeste, gemeinsame Bastelaktionen und Weihnachtsworkshops. Auf der Antragsseite der SPK kommen kleine Renovierungen in öffentlichen Einrichtungen, Straßen- und Hoffeste, Verschönerungen und kreative Ideen zur Belebung des Kiezes dazu.
Erstattet werden ausschließlich tatsächlich entstandene Ausgaben für Material, das direkt mit der Aktion zu tun hat: Farbe, Pflanzerde, Bastelbedarf. Das unterscheidet das Programm vom Bürgerhaushalt, bei dem die Verwaltung Vorschläge umsetzt. Bei den Kiezprojekten macht die Arbeit, wer die Idee hat.
Was wird nicht bezahlt?
Nicht förderfähig sind laut Bezirksamt Honorare und Personalkosten, Gebühren und Dienstleistungen, Investitionen, kommerzielle Vorhaben, laufende Vereinskosten und Projekte, die schon begonnen haben. Wer also einen DJ bezahlen oder eine Hüpfburg mieten will, bekommt dafür kein Geld. Wer eine Heißluftfritteuse kaufen möchte, findet hier weiterlesen zum Vergleichen, richtigen Einstellen und Sauberhalten. Gegenstände ab 250 Euro netto bekommen eine Inventarnummer und bleiben Eigentum des Landes Berlin.
| Schritt | Was passiert | Termin |
|---|---|---|
| Antrag | Idee online bei der Sozialraumorientierten Planungskoordination einreichen | bis 15. Oktober 2026 |
| Abstimmung | Nachbarschaft wählt Favoriten auf mein.berlin.de | nach Antragsschluss, Termin noch offen |
| Umsetzung | Engagierte organisieren die Aktion selbst | bis 31. Dezember 2026 |
| Abrechnung | Verwendungsnachweis über die Sachkosten vorlegen | spätestens vier Wochen nach Projektende |
Wie läuft die Abstimmung über die Kiezprojekte?
Über die eingereichten Kiezprojekte stimmen Bürgerinnen und Bürger auf mein.berlin.de ab. In der ersten Runde 2026 lief die Wahl ab dem 25. März online, zusätzlich konnte man am 13. April im Haus der Befreiung an der Landsberger Allee 563 persönlich abstimmen, so das Bezirksamt im März. Zur Wahl standen damals unter anderem generationsübergreifende Kochkurse gegen Einsamkeit, ein Fest zur Eröffnung der neuen Sekundarschule in Biesdorf und Konzerte von Nachbarschaftsbands. Wann die Abstimmung der Herbstrunde startet, nennt der aktuelle Aufruf nicht.
Lohnt sich ein Antrag so kurz vor Jahresende?
Ein Antrag in der dritten Runde lohnt sich vor allem für Aktionen, die in November oder Dezember ohnehin anstehen: Laternenfest, Adventsbasteln, Laubaktion auf dem Spielplatz. Weil Abstimmung und Bewilligung erst nach dem 15. Oktober laufen und begonnene Projekte nicht gefördert werden, bleiben realistisch sechs bis acht Wochen für die Umsetzung. Wird ein Projekt nicht bis Jahresende fertig, muss das Geld nach Angaben der SPK zurückgezahlt werden.
Für Projekte zu Demokratie, Toleranz und Medienkompetenz in Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf gab es 2026 zusätzlich den Aktionsfonds der FreiwilligenAgentur mit bis zu 600 Euro je Projekt; dessen Frist lief allerdings am 23. Juni 2026 ab.
Wie es weitergeht
Nach dem 15. Oktober 2026 veröffentlicht der Bezirk die Vorschläge zur Abstimmung auf mein.berlin.de. Fragen beantwortet die Sozialraumorientierte Planungskoordination in der Premnitzer Straße 13 per E-Mail an spk@ba-mh.berlin.de. Mehr aus dem Bezirk findest du unter Marzahn-Hellersdorf, weitere Themen rund um Nachbarschaft und Ehrenamt in der Rubrik Gesellschaft.
Quellen
- Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf: Kiezprojekte in Marzahn-Hellersdorf – dritte Förderrunde startet (29.09.2026)
- Sozialraumorientierte Planungskoordination: Förderung „Gemeinsam was bewegen im Kiez“, Antragsseite und Bedingungen (abgerufen 30.09.2026)
- Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf finanziert Kiez-Projekte: Jetzt Ideen einreichen! (11.02.2026)
- Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf: Abstimmung über Kiezprojekte 2026 beginnt (25.03.2026)
- Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf: FreiwilligenAgentur vergibt Fördermittel in Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf (26.05.2026)
Ida Nagel
Redakteurin Gesellschaft & Wohnen
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