BärGPT: Berlins Verwaltungs-KI gewinnt Platz 2 bei EPSA
Inhalt (5 Abschnitte)
BärGPT, der KI-Assistent der Berliner Landesverwaltung, hat beim European Public Sector Award 2025–2026 den zweiten Platz belegt. Ausgezeichnet wurden Senatskanzlei und CityLAB Berlin am 24. September 2026 aus 134 Bewerbungen in 30 Ländern. Rund 19.000 Beschäftigte nutzen den Assistenten, der seit dem 25. November 2025 läuft.
Die Senatskanzlei und das CityLAB Berlin haben für BärGPT den zweiten Platz beim European Public Sector Award (EPSA) des European Institute of Public Administration (EIPA) erhalten. Die Auszeichnung in der Kategorie „Delivering User-Centric Services at Subnational Level“ wurde am 24. September 2026 vergeben, die Senatskanzlei machte sie am 1. Oktober öffentlich. Für Berlinerinnen und Berliner ist das mehr als eine Trophäe: Der Assistent arbeitet im Hintergrund der Ämter.
Was ist der Assistent der Landesverwaltung?
BärGPT ist ein KI-Assistent auf Open-Source-Basis, der ausschließlich für Beschäftigte der Berliner Landesverwaltung gedacht ist. Laut Senatskanzlei kombiniert er große Sprachmodelle mit geprüftem Berliner Verwaltungswissen und hilft bei Routineaufgaben wie der Bearbeitung von Dokumenten, der Informationsrecherche und der Texterstellung.
Nach Angaben der Technologiestiftung Berlin bietet der Assistent einen freien Chat, Textgenerierung, Übersetzung und Zusammenfassungen. Beschäftigte können Dateien hochladen und analysieren lassen und Ergebnisse in gängigen Dateiformaten exportieren. Die Technologiestiftung nennt zudem eine BSI-konforme Infrastruktur und hohe Datenschutzstandards. Gewartet und weiterentwickelt wird der Dienst als landeseigene Lösung durch die Technologiestiftung selbst, nicht durch externe Anbieter. Der Quellcode liegt öffentlich auf GitHub.
Wie viele Beschäftigte nutzen den Assistenten?
Rund 19.000 Mitarbeitende nutzen den Assistenten laut Senatskanzlei aktuell. Er ging am 25. November 2025 in Betrieb, die Zahl entstand also in gut zehn Monaten.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Betriebsstart | |
| Nutzende Beschäftigte | rund 19.000 |
| Bewerbungen beim Wettbewerb | 134 Projekte aus 30 Ländern |
| Platzierung | 2. Platz, Kategorie „Delivering User-Centric Services at Subnational Level“ |
| Auszeichnung am |
Wofür gab es den zweiten Platz?
Die Jury würdigte laut Senatskanzlei unter anderem, dass Verwaltungsdigitalisierung hier konsequent aus der Sicht der Nutzenden gedacht und umgesetzt wurde. Bereits im Juni 2026 hatte die Jury das CityLAB besucht, wie egovernment.de berichtete. Das System gehörte damals zu den drei Finalisten seiner Kategorie.
Die Preisvergabe sagt allerdings nichts darüber, wie schnell Bescheide oder Termine in den Bürgerämtern dadurch wirklich werden. Belastbare Messwerte zur Zeitersparnis nennt die Senatskanzlei in ihrer Mitteilung nicht.
Was bedeutet das für Berliner Bürgerinnen und Bürger?
Bürgerinnen und Bürger können den Assistenten nicht selbst nutzen. Der Assistent unterstützt Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter, etwa beim Zusammenfassen langer Unterlagen oder beim Formulieren von Schreiben. Spürbar wird das höchstens indirekt, falls Verfahren dadurch schneller laufen. Wie es mit dem Projekt nach der Regierungsbildung weitergeht, ist offen. Wer selbst mit einem Amt zu tun hat, findet bei uns die Übersetzung von Behördendeutsch und die Übersicht zu den Leistungen der Bürgerämter.
Quellen
Julian Möhring
Redakteur Sport & Digitales
Hey, ich bin Julian – und bei BerlinEcho kümmere ich mich um Sport und alles Digitale. Wenn Hertha mal wieder in der Abstiegszone steckt oder Union überraschend Europa spielt, bin ich derjenige, der das für euch einordnet. Sport …
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